Donnerstag, 13. Oktober 2022, 19.30 Uhr: Mit der Kamera unterwegs (Salon am Donnerstag mit Gabriele Witter)

Gabriele Witter gibt anhand ihrer Landmarker-Foto-Gruppenreisen Einblicke in und auf Stadtansichten nicht nur im schönen Licht, sondern auch auf die Menschen und eine journalistische Sicht auf den jeweiligen Ort und das Geschehen.

Im Kunsthaus Findorff kann an diesem Tag von 18 – 21 Uhr die Ausstellung “Stadtlandschaften” besichtigt werden.

Ausstellung “Stadtlandschaften” vom 26.08. – 31.10.2022

Wir alle haben einen Begriff von Stadt und auch von Landschaft – aber was passiert an der Schnittstelle, wenn Gebäude, Architekturen und Naturelementen ganz neue Kombinationen bilden? Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen “natürlich entstandenen” und vom Menschen initiierten Landschaften?

Im Kunsthaus Findorff geben vom 26. August bis 30. Oktober 2022 Werke zum Thema “Stadtlandschaften” einige Antworten dazu.

Zu sehen sind Malerei, Grafik, Fotografie und Computerkunst von

Zur Eröffnung am Freitag, 26. August 2022, 19.30 Uhr mit Musik von Lennard Bertzbach und einer Einführung von Heike Seyffarth laden wir Sie herzlich ein. (Einladung)

Öffnungszeiten: 26.08. / 08.09. / 13.10. / 20.10.2022: jeweils 18 – 21 Uhr sowie nach Vereinbarung über 0176 21831156 oder kunsthausfindorff@gmx.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Veranstaltungen:

Donnerstag, 8. September 2022, 19.30 Uhr: Kunst & Stadt

Im beliebten Salon am Donnerstag stellt Heike Seyffarth Stadtansichten in der Kunst aus sechs Jahrhunderten vor.

Donnerstag, 13. Oktober 2022, 19.30 Uhr: Mit der Kamera unterwegs

Gabriele Witter gibt anhand ihrer Landmarker-Foto-Gruppenreisen Einblicke in und auf Stadtansichten.

Donnerstag, 20. Oktober 2022, 19.30 Uhr: Skizzierend durch Stadt und Land

Manfred Schlösser führt mit eigenen Werken und Arbeiten anderer Urban Sketcher in das Thema ein.

Eröffnungsfotos von Gabriele Witter:

Weitere Eröffnungsfotos:

Ausstellung Analog versus Digital

von Manfred Schlösser

Ausstellung im Kunsthaus Findorff vom 10. Juli bis zum 25. August 2022 (Öffnungszeiten nur nach telefonischer Vereinbarung unter 0176 21831156)

In der aktuellen Ausstellung zeigen wir unsere eigenen Werke. Wir, das sind Heike Seyffarth und Manfred Schlösser, beschäftigen uns mit dem Thema „Analog versus Digital“. Heike Seyffarth erzeugt mit ihren Programmierungen beeindruckende abstrakte Digitalkunst, also Bilder aus dem Rechner, deren Formen und Farben per Zufall aus der vorgegebenen Farben- und Formenpalette entstehen. Manfred Schlösser arbeitet analog. Er zeichnet und malt klassisch. Aber sind die Unterschiede zwischen analog und digital wirklich so, wie sie zu sein scheinen?

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff „Digital“ gerne gleichgesetzt mit Fortschritt, während „Analog“ eher altbackenen daherkommt.  Aber was bedeuten „Digital“ und „Analog“ eigentlich? Und was ist ein Computer*?
Der Begriff „Analog =verhältnismässig“ kommt aus dem Griechischen. Ein analoges Signal zeichnet sich dadurch aus, dass es stufenlose Werte annehmen kann, die sich über ein Kontinuum erstrecken. Die Tankanzeige eines Autos ist so ein analoges Signal. Oder die Temperaturanzeige eines Fieberthermometers.

Der Begriff „Digital“ dagegen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Finger. Aber wie kam es dazu,  das Wort „Finger“ mit den digitalen Medien und Errungenschaften des Internets  in Verbindung zu bringen?  Das hat etwas mit dem Zählen zu tun, und mit den Fingern zählen kennt jeder. Fündig kann man im Englischen werden: Hier steht das Wort „Digit“ für Ziffer. Die ersten programmierbaren Rechner in den 1940er Jahren wie der Eniac der US Armee und Konrad Zuses Z-Rechner rechneten im Binärcode mit den Ziffern Null und Eins. Der Begriff Digital war geboren. Mit dem Binärcode lassen sich beliebige Zahlen aus dem Dezimalsystem darstellen. Und im Rechner mit seinen Elektronenröhren stand die Null für „der Strom ist aus“ und die Eins für „der Strom ist an“. Und das ist heute immer noch so (bis auf die Quantencomputer, aber das ist eine ganz andere Geschichte.)  Aufbauend auf diesem digitalen Ansatz von Nullen und Einsen hat man auch mechanische Digitalrechner gebaut. Das Prinzip wurde von Ada Lovelace und dem Ingenieur Babbage Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben. Die Rechenleistung der elektronischen Digital-Computer stieg im Laufe der Jahrzehnte über mehrere Größenordnungen, während gleichzeitig die Kosten sanken. Mit dem digitalen Ansatz ließen sich Daten schnell auswerten, speichern und vervielfältigen.

Der Begriff „digital“ hat sich in der Bedeutung verändert. Heute gibt es digitale Kameras, aber natürlich ist die Kamera selbst nicht im Wortsinne digital . Gemeint ist die interne Datenverarbeitung, die immer noch auf der Speicherung von Nullen und Einsen beruht, eben „Strom an oder aus“, genau wie zu Zuses Zeiten in den 1940ern. Der Vorteil gegenüber einer analogen Signalverarbeitung, in der verschiedene  Stromstärken für verschiedene Zahlen stehen, liegt in der Robustheit des binären Ansatzes, denn kleine Stromschwankungen können in Analog-Rechnern (ja, die gibt es wirklich) zu Rechenfehlern führen, jedoch nicht im binären, d.h. digitalen Rechner.

Und was hat das alles mit Kunst zu tun?

Die Daten in den digitalen Medien wie mp3-Songs und jpegs sind sehr stark komprimiert. Hintergrund ist, dass sie sich so leicht speichern und über Datenkabel transportieren lassen. Und es merkt kaum jemand, dass 90% der Daten fehlen. Das menschliche Gehirn lässt sich leicht überlisten und füllt die fehlenden Dateninformationen einfach auf. Das ist bekannt und funktioniert nicht nur beim Menschen, sondern auch Tiere lassen sich täuschen. In der Evolution der Arten geben nur Individuen ihre Gene weiter, die sich vermehrten. Und das sind nur die, die lebensbedrohende Gefahren schnell erkennen konnten. Es reichte schon der Anschein eines Säbelzahntigers aus, um die Flucht zu ergreifen und dieser Reflex funktioniert auch heute noch im modernen Menschen.

Old School analog: Was ist mit klassischer Malerei und Zeichnungen?

Gemälde und Zeichnungen sind kulturelle Produkte, die im menschlichen Gehirn etwas bewirken sollen. Dabei wird Farbe so auf einem Untergrund aufgetragen, dass beim Betrachter im Idealfall die Illusion von Raum erzeugt wird.  Der Clou ist, dass die Künstler keine unbegrenzte Farbpalette verwenden, sondern  sich auf wenige Farben beschränken. Und das ist nichts anderes als eine Datenreduktion, der wie bei MP3-Songs und Jpegs funktioniert.
Untersucht man meisterhafte Gemälde wie Rembrandts Nachtwache, sieht man das deutlich. Was aussieht wie ein analoges  Farbkontinuum, ist eine reduzierte Farbpalette mit nur 52 verschiedenen diskreten Signalen (=Farben). So lässt sich ein Meisterwerk darstellen. Die Kunst ist es, mit den reduzierten digitalen Daten den Anschein eines analogen Kontinuums** zu erzeugen.

In diesem Sinne möchten wir Sie anregen, ihre Sinne bewusst einzusetzen. Wenn Sie das nächste Mal im Kunstmuseum sind, schauen Sie sich die Bilder genau an. Wie entsteht der Anschein eines großen Farbspektrums und räumlicher Tiefe? Letztendlich zählt nur das Ergebnis.

52 Farbtöne reichen aus. Quelle: Rembrandts Nachtwache. Rijksmuseum
Amsterdam, Niederlande. Digitale Bearbeitung und Analyse von Manfred Schlösser.

* Der Begriff Computer trat zum ersten Mal im Mittelalter auf, als es um die Berechnung des Osterdatums ging. Hunderte Jahre später während des US-amerikanischen Manhattan – Projekts, dem Bau der Atombombe, wurden komplexe Berechnungen schon von Computern durchgeführt. Aber das waren keine Maschinen, sondern eine Armee von  Frauen, die alles mit mechanischen Rechenmaschinen und Bleistift und Papier ausrechneten.

** Ist unsere Welt ein analoges Kontinuum? Denkt man das Konzept des Planckschen Wirkungsquantum konsequent weiter, ist unsere Welt aus kleinsten subatomaren Einheiten zusammengesetzt und damit kein analoges Kontinuum. Analog oder Digital ist also eine Frage, deren Antwort davon abhängt, wie genau man hinschaut.

Die Fast Food Lieferanten des Korallenriffs – Bianca Maria Thobor bei Wissen um 11

Wer nach dem Besuch der Ausstellung “Tandem Mensch Koralle” mehr über die Korallenriffe wissen möchte, kann sich diesen Vortrag auf Youtube anschauen. Die Meeresforscherin Bianca Thobor forscht in ihrer Doktorarbeit an Korallen. Hier erklärt sie im Rahmen der Vortragsreihe “Wissen um 11” im Bremer Haus der Wissenschaft einige Zusammenhänge zwischen der Globalen Erwärmung, den Auswirkungen einer exzessiven Landwirtschaft und den Gefahren für die Korallen. Es wird deutlich, wieso intakte Korallenriffe wichtig für die Menschheit sind.

Bildquelle: Haus der Wissenschaft. Hier geht es zum Youtube-Video

Ausstellung “Tandem Mensch – Koralle” endet mit Ermittlung des Publikumspreises

Ermittlung der Gewinner des Publikumspreises am 08.07.2022:

Die meisten Publikums-Stimmen erhielten die Bilder 67, 185, 188 und 250.

Herzlichen Dank an alle TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen sowie an Clementine Klein für die Gesamt-Organisation dieses Mail-Art-Projekts!

Hintergrundinformationen:

Anlässlich des 15. Internationalen Korallen-Riff-Symposiums in Bremen zeigten 124 KünstlerInnen aus 10 Ländern 262 Mail-Art-Beiträge, d.h. kreativ gestaltete Postkarten, die sowohl das Verhältnis zwischen Mensch und Korallen auf verschiedenen Ebenene beleuchten und als auch dessen Zukunftsszenarien durchspielen.

Eröffnungsbilder:

Artikel im Weser-Kurier:

Was Prominente so sagen – Vortrag mit Christian Reimann am 09.06.2022, 19.30 Uhr

In seiner illustrierten Lesung stellt Christian Reimann spannende Äußerungen bekannter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kunst aus 2500 Jahren vor.

Ein Vortrag im Rahmen der Ausstellung “(Keine) Experimente” im Kunst:Haus:Findorff.

Habt Ihr leider verpasst: Heute um 19:30 bei uns im Kunsthaus Findorff gab Christian Reimann mit seinem Vortrag über “Was Prominente so sagen” eine Überblick über tausende Jahre Kulturgeschichte. Und ich habe ihn dabei gezeichnet.